Orientierungshilfe für den Kauf des ersten Wohnmobils

Die meisten Camper fangen zunächst klein an. Wer herausfinden möchte, ob Camping wirklich die richtige Form des Urlaubs ist, mietet sich einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil. Auf diese Weise bleiben die Kosten überschaubar und zugleich ist es möglich, stets genau das Campingfahrzeug zu nutzen, das am besten zum jeweiligen Urlaub passt.

Allerdings müssen zahlreiche Personen gestehen, dass sie gerne mit einem eigenen Fahrzeug reisen würden und daher mit dem Gedanken spielen, sich ein Wohnmobil zu kaufen. Schließlich ist es ein vollkommen anderes Gefühl, wenn die Reise im eigenen Fahrzeug angetreten wird. Spätestens nach den ersten Tagen im Einsatz wird das Wohnmobil zum eigenen Heim und verspricht somit eine besonders hohe Lebensqualität. Außerdem bietet sich die Chance, langfristig viel Geld zu sparen – vor allem, wenn zahlreiche Touren geplant sind.

Die Suche nach dem ersten Wohnmobil gestaltet sich jedoch nicht leicht. Immerhin geht es um einen stattlichen Betrag, der am Ende zu entrichten ist. Zugleich ist die Auswahl an Fahrzeugen größer als je zuvor. Sie ist so groß, dass Neulinge leicht den Überblick verlieren können. Dies dürfen sie jedoch nicht, schließlich bestehen zwischen den einzelnen Arten von Wohnmobilen große Unterschiede. Nachfolgend werden die wichtigsten Arten vorgestellt und bewertet.

Alkoven

So genannte Alkoven-Modelle sind die Klassiker unter den Wohnmobilen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass das Fahrzeug über einen Alkoven verfügt: Hierbei handelt es sich um einen Aufbau, der sich direkt über der Fahrerkabine befindet und letztlich je nach Modell zwei oder gar drei Schlafplätze zur Verfügung stellt. Außerdem sind Fahrerkabine und Wohnbereich separiert, es gibt lediglich eine Verbindungstür.

Alkoven Wohnmobile punkten vor allem bei den Schlafplätzen, da sie zahlreiche Personen beherbergen können und somit besonders für Familien bzw. Reisegruppen mit 4 bis 5 Personen geeignet sind. Des Weiteren ist der Wohnbereich durch die Abtrennung von der Fahrerkabine gut isoliert, was an kalten Tagen von Vorteil ist. Außerdem wird die Fahrerkabine durch den Alkoven gut abgeschattet.

Die Abtrennung der Fahrerkabine gefällt jedoch nicht allen Personen, da sie unter anderem die Kommunikation einschränken kann. Außerdem fallen diese Fahrzeuge sehr hoch aus, was sie nicht immer leicht zu fahren macht und zusätzlich zu einem höheren Luftwiderstand führt.

Teilintegriertes Wohnmobil

Das teilintegrierte Wohnmobil unterscheidet sich vom Alkoven-Modell im Wesentlichen durch zwei Dinge. Zum einen gibt es keinen Alkoven oder dieser ist stark verkleinert, sodass meist nur eine Person über der Fahrerkabine schlafen kann. Zudem ist die Kabine in den Wohnraum integriert.

Teilintegrierte Wohnmobile erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit, weil sie niedriger und somit gerade für Neulinge oft leichter zu fahren sind. Außerdem ist der Raum des Fahrzeugs besser nutzbar und der Luftwiderstand nicht so hoch bemessen.  Einige teilintegrierte Wohnmobile können  auf Autoscout24 eingesehen werden. Im Gegenzug stehen allerdings weniger Schlafplätze zur Verfügung oder diese lassen sich nicht ohne Vorbereitung nutzen. Außerdem ist die Wohnkabine durch den freien Zugang zur Fahrerkabine nicht so gut isoliert.

Vollintegriertes Wohnmobil

Vollintegrierte Wohnmobile versprechen eine optimale Platzausnutzung und stellen trotz fehlendem Alkoven meist genügend Schlafplätze zur Verfügung, da die Fahrzeug im Regelfall sehr groß bemessen sind. Aufgrund des nahtlosen Übergangs vom Wohnbereich zur Fahrerkabine kann sehr viel Licht in das Fahrzeug strömen, wodurch ein hoher Wohnkomfort geboten wird.

Ein Nachteil entsprechender Fahrzeuge ist neben den hohen Anschaffungskosten auch die schlechtere Isolierung. Im Vergleich zu anderen Wohnmobilarten muss die Heizung schon früher eingeschaltet werden.

Kastenwagen

Der Kastenwagen verkörpert den Klassiker unter den Reisemobilen. Bei ihm handelt es sich letztlich um nichts anderes als um einen modifizierten Transporter, weshalb er im Vergleich zu einem typischen Wohnmobil deutlich komfortabler zu fahren ist. Außerdem überzeugt er mit einer hohen Alltagstauglichkeit: Entsprechende Fahrzeuge können beispielsweise auch genutzt werden, um damit zur Arbeit zu fahren.

Beim Komfort müssen allerdings Einschnitte in Kauf genommen werden. Die Ausstattung gilt eher als spartanisch, zumal sich das Leben eher außerhalb des Fahrzeugs abspielt. Im Kastenwagen wird in erster Linie geschlafen und auch die Zubereitung von Lebensmitteln ist möglich. Außerdem ist nur eine überschaubare Anzahl an Schlafplätzen vorhanden.

Absetzkabine

Die Absetzkabine gestattet es, entsprechende Basisfahrzeuge je nach Bedarf in ein Wohnmobil zu verwandeln. Als Basisfahrzeuge dienen im Regelfall Geländewagen, was nicht zuletzt am Einsatzbereich liegt. Während das klassische Wohnmobil ausschließlich auf befestigten Fahrbahnen bewegt werden kann, gestatten Fahrzeuge mit Absetzkabine auch Touren im unbefestigten Gelände.

Allerdings gilt die Ausstattung einer solchen Kabine als relativ spartanisch, zumal auch hohe Kosten aus der Anschaffung des Basisfahrzeugs resultieren. Dementsprechend richtet sich diese Variante in erster Linie an Personen, die das große Abenteuer fernab der Zivilisation suchen.

Ersteller: abes verfasst am: 22.05.2013

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