Schöner Wohnen im Wohnmobil dank neuer Aufbautechniken

Ein Wohnmobil zu besitzen ist für viele Urlauber ein gerne gelebter Traum. Die damit verbundenen Vorstellungen von „Urlaub überall“ und individuellen Reisen bedeutet für die Wohnmobil-Fans fast grenzenlose Freiheit. Zudem kann man flexibel reagieren, wenn am eigentlich gewählten Urlaubsort dann das Wetter oder die Angebote nicht passend sind, oder der gewählte An- und Abreisezeitpunkt sich aus irgendwelchen Gründen verschiebt. Dank der Entwicklungen der vergangenen Jahre hat das Urlaub machen im Wohnmobil auch den eher rustikalen Charakter verloren, und steht dem Komfort eines Hotels kaum nach.

Bei den Ausstattungen reicht die Bandbreite von minimalistisch bis sehr luxuriös, wobei das Hauptaugenmerk der Hersteller in den letzten Jahren hauptsächlich darauf lag, die Ausstattungsstandards zu verbessern. Nach dem Innenleben ist nun die Außenhülle an der Reihe, verbessert zu werden. Neue Materialien für den Aufbau sollen die Qualität und die Langlebigkeit der Wohnmobile nachhaltig steigern.

Braucht es wirklich einen neuen Aufbau-Standard?

Bei beinahe allen Herstellern hat sich in der Vergangenheit bei Wohnmobilen eine Standard-Aufbautechnik aus folgenden Materialien durchgesetzt: Die Grundlage bildet ein Fachwerkbau aus Holz, der zur Wärmedämmung mit Styropor ausgekleidet ist. Nach außen abgeschlossen wird diese  Aufbaukonstruktion von einem strukturierten Aluminiumblech. Obwohl diese Konstruktion sehr langlebig ist, hat sie durchaus ihre Schwachstellen. Durch Witterungseinflüsse wie Hagel, starke Sonneneinstrahlung oder durch mechanische Beschädigungen, etwa durch Bäume, kann es zu feinen Rissen in der Aluminiumschicht kommen. Als Folge dringt Feuchtigkeit in die  Holzkonstruktion ein, die im Laufe der Zeit dazu führt, dass das Holz langsam, aber sicher verrottet. Erkennen kann man das mit bloßem Auge erst dann, wenn oberflächliche Schäden erkennbar sind, etwa Schimmelbildung im Innenbereich. Diese Schäden lassen sich nur aufwändig und damit teuer beheben, da die beschädigte Wand großflächig ausgetauscht werden muss.

Alternative Aufbauten setzen auf Kunststoffe

Statt Aluminium werden von den Herstellern bevorzugt Kunststoffe für die Außenhaut von Wohnmobilen verwendet. Das bevorzugte Material ist GfK, ein glasfaserverstärkter Kunststoff, der als sehr widerstandsfähig gegenüber mechanischen Belastungen und sehr reparaturfreundlich gilt. Bei vielen Herstellern gibt es die Außenhülle aus Kunststoff sogar schon ohne Aufpreis. Der einzige Nachteil, den dieses Material besitzt: Es wirkt weniger elegant als lackiertes Aluminium, dafür kann ihm selbst starker Hagelschlag üblicherweise nichts ausmachen. Beim Neukauf eines Wohnmobils sollten für die Entscheidung, ob ein Modell mit Kunststoff-Außenhaut oder eines mit dem klassischen Aluminium angeschafft wird, auch die Folgekosten bedacht werden: Zahlreiche Versicherer geben in der Vollkasko einen Rabatt auf das Kunststoffmodell, weil sich die möglichen Schäden hier in einem überschaubaren Rahmen halten.

Funktionsmaterial verbessert das Design

Wie alle Fahrzeuge unterliegt auch das Äußere von Wohnmobilen verschiedenen Designtrends. Statt Strukturblechen wollen Käufer heute glatte Oberflächen. Diese sind mit dem herkömmlichen Holz-Alu-Aufbau nur schwer zu erreichen, und verlangen dickere Bleche, die eine stabilere Holzkonstruktion und damit ein deutlich höheres Gewicht zur Folge haben. Zusätzlich sind diese glatten Oberflächen wesentlich anfälliger für Schäden. Dank der Verwendung von Kunststoff im Aufbau kann nicht nur dieser Nachteil vermieden, sondern auch den optischen Vorstellungen und Designwünschen wesentlich besser entsprochen werden.

Ersteller: abes verfasst am: 14.09.2014

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