wecamp.eu » Italien im Sommer 2011 – eine Rundreise 1. Teil
Im Sommer nach Italien – das war in diesem Jahr irgendwie wichtig. Nachdem wir im Jahr zuvor in den nicht gerade sonnenverwöhnten Ländern England, Wales und Schottland waren, wollten wir dieses Jahr Sonne tanken. Bereits auf der F.re.e kamen wir auf die Idee, die geplanten 4 Wochen Sommerurlaub nicht an einem einzigen Fleck zu verbringen, sondern etwas herumzureisen.
Los ging´s im Legoland
Für den 6. August war im Legoland in Günzburg ein großes Feuerwerk angekündigt. Ist zwar nicht Italien, aber da wollten wir und die Kinder (10, 4 und 2) hin. Als Jahreskartenbesitzer ist irgendwie normal geworden, alle „spezial events“ mitzunehmen. Die Richtung nach Italien ist zwar genau entgegengesetzt, doch unser Plan war, am Samstag auf dem Legoland-Campingplatz zu übernachten, den Sonntag dort auch noch zu verbringen und dann, wenn die Kinder Sonntag Abend müde sind, über Nacht nach Cavallino zu fahren. Das Feuerwerk war wirklich gigantisch. Kurz danach begann es zu tröpfeln und in der Nacht setzte Dauerregen ein, wie so oft in diesem Sommer. Also blieben wir nicht im Legoland und fuhren stattdessen wieder nach Hause, wo wir noch letzte, vergessene Dinge einpackten und zu Mittag aßen. Wie schön, dass man mit dem Wohnwagen flexibel ist. Da ist so eine Planänderung wirklich kein Problem. Am Nachmittag fuhren wir also los und waren um 2 Uhr in der Nacht in Cavallino.

Cavallino
Wir wollten eigentlich auf den Union Lido. Auf diesem Platz waren wir schon einmal Pfingsten. Vor dem Union Lido, der ca. 5000 Plätze hat, ist für in der Nacht ankommende Gäste extra ein Parkplatz. Ich fuhr hinein, in der Hoffnung nun schlafen zu können und am nächsten Morgen unseren Platz beziehen zu können. Aber ohne Reservierung und nicht mindestens einer Woche Aufenthalt hat man kaum eine Chance. Übernachtet haben wir am Sport Center, wo ein provisorischer kostenloser Übernachtungs- und Warteplatz mit Stromanschluss und Toilette von Union Lido eingerichtet wurde. Das muss man der Crew vom Union Lido lassen – sie kümmern sich wirklich um ihre Gäste. Am nächsten Morgen fragten wir nach, ob denn noch ein Platz für uns frei wäre. Antwort: Eine Person darf rein und sich umsehen und wenn man dann einen Platz findet, kann man schauen, ob den nicht schon ein anderer reserviert hat und wenn nicht, dann kann man diesen bekommen. Das war uns alles zu anstrengend. Und unter einer Woche vermieten sie eigentlich gar nicht. Das war alles nicht so, wie geplant und daher beschlossen wir, dass es eigentlich auch egal ist, wo wir bleiben, solange es ein schöner Platz ist. Wir fuhren an der Küste weiter und nach einigen vollen Campingplätzen kamen wir zum Platz „Cavallino“. Hier hatte man Platz für uns und wir blieben dort. Der Platz war ideal für uns. Die Kinder waren schnell am Strand und es gab Abends „Babytanzen“. Die Pools waren klein, aber in Ordnung. Ideal für kleine Kinder. Das Meer und der strand sauber. Wir würden den Platz wieder besuchen.

Venedig
Von Cavallino aus fährt ein Boot für ein Paar Euro nach Venedig. Dieses Angebot nutzen wir und es war schon ein tolles Erlebnis, die Stadt einmal von der „Seeseite“ aus anzusteuern. Gewöhnlich fährt man ja nach Troncetto und von da aus weiter. Venedig war der ausdrückliche Wunsch unseres 10-jährigen Sohnes. Wir liefen also den Klassiker: Vom Markusplatz Richtung Rialto-Brücke. Inzwischen kam die Sonne heraus und wir kamen ganz schön ins Schwitzen.

Ich fragte mehrere Gondolieri nach dem Preis, aber ich bekam immer die gleiche Antwort: kleine Tour 80€, große Tour 100€. Naja, man ist ja nicht so oft dort und wir haben also die kleine Tour gebucht. Wir fuhren durch kleine Kanäle und irgendwann öffnete sich die Häuserzeile und wir waren auf dem Canale Grande. Direkt vor der Rialto-Brücke. Der Blick war gigantisch.

Das Wasser spiegelte sich in der Sommersonne und Häuser und Brücken wurden in ein warmes Licht getaucht. Ich sagte dem Gondolieri, dass wir doch nun die große Tour machen. Wir fuhren dann weiter durch viele kleine „Gassen“. War man einmal vom Canale Grande abgebogen, wurde es schlagartig still.

Die Gondeln bewegen sich absolut lautlos durch die kleinen Kanäle. Highlight für unsere Kinder: Ein Ambulanz-Boot fuhr an uns vorbei. Mir persönlich hat der Campo dei Miracoli am besten gefallen. Jenseits der Massen ist dies ein schöner, kleiner und gemütlicher Platz.
Nach der Fahrt ging es zu Fuß zur Rialto-Brücke und wieder zurück zu San Marco.

Quelle: selbst erlebt
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