Herzlich Willkommen! » Besuch auf der f.re.e 2010 in München
Dieses Jahr wollten wir einmal wieder die Free in München besuchen. Dies bietet sich für uns aufgrund der relativ geringen Anfahrt an. Als Camper haben wir in vergangenen Jahren auf der CBR (so hieß der Vorgänger einmal) und auch schon auf der Free eigentlich immer etwas konkretes gefunden, uns Anregungen geholt oder zumindest etwas zum Mitnehmen gefunden. Mit diesen Erwartungen ging es also am Sonntag los.
Wir, das sind meine Frau und unsere 3 Kinder (8, 3 und 8 Monate). Wir reisten mit dem Auto an. Erfreulich war, daß man sehr leicht einen Parkplatz fand. Leider kostet er in dem Messeparkhaus 7 € fünfzig. Das ist ganz schön happig für ein paar Stunden. Der Eintritt war aufgrund der ADAC-Mitgliedschaft mit 20 € fünfzig ok. Die 2 Kleinen brauchten nicht zu zahlen. Drinnen angekommen ging es direkt zum Kinderland. Dort kann man Kinder kostenlos einige Zeit abgeben und hat so ein wenig Zeit, um sich ohne Kinder den Angeboten zu widmen. Jetzt hatten wir also nur noch den Kinderwagen. Wohin nun? Viel Auswahl blieb ja nicht, denn als Camper haben wir natürlich unseren Fokus auf eine bestimmte Art des Reisens gerichtet.
Nun ist die Free keine Camping-Messe und das merkt man auch. Keiner der großen Hersteller war dort zu finden. Nur eine von 7 war dem Camping gewidmet. Diese wirkte nicht überfüllt. Neben den obligatorischen Zubehör-Shops waren noch Händler aus der Region vertreten. Diese stellten jeweils einen kleinen Querschnitt ihres Programms aus: Wohnmobile und Wohnwagen. Interessierte man sich für andere (größere) Modelle, blieb nur der Verweis auf das jeweilige Firmengelände.
Insgesamt hatte man den Eindruck, es geht ums Sparen. Der Preis scheint eine ganz wesentliche Rolle im Rennen um Kunden zu sein. Die Wirtschaftskriese lässt grüßen. Die Modelle sind kleiner geworden. Sogar die Gummibärchen und Luftballons sind weniger geworden, von sonst üblichen Artikeln, wie Kugelschreiber, Bällen, Kissen oder Frisbeescheiben ganz zu schweigen. Die Händler schreiben nicht mehr auf, wieviele Extras ein Produkt aufweist, sondern nur noch, wieviel man bim Kauf gespart hat.
Unser 3-jähriger hat sich auch noch an einem Scheinwerfer verbrannt, der in idealer Kinderfinger-Höhe eine Caravan-Front erhellen sollte. Der hilflose Verkäufer hatte leider überhaupt nichts, was die Brandblasenschmerzen lindern konnte und schenkte ihm dann einen blinkenden Anstecker der Firma, den er eigentlich selbst trage sollte.
Er meinte noch, man könne auf einer Messe halt nicht alles unfallfrei absichern. Aha! Wieder was gelernt!
Interessant für Camper waren noch Teile aus 2 weiteren Hallen, in denen die Mittelmeerländer und andere Regionen ausstellten. Wollte man aber nicht dort hin, sah es schon wieder mau aus. Wer sich hingegen für Boote interessierte, kam in einer eigenen Themenhalle auf seine Kosten.
Hängen geblieben sind wir auch noch am Stand eines Restaurants aus Simione am Gardasee. Wahllos wurden Personen aus der Menge zu einem richtig guten Essen eingeladen. Risotto mit grünem Spargel mit Parmaschinken und Oliven. Dazu einen frischen Weißwein. Wir werden dieses Restaurant mit Sicherheit besuchen, wenn wir das nächste mal in der Gegend sind, so gut war das Essen.
Fazit: Für Camper eine Messe, die schon einmal interessanter war. Natürlich findet man immer irgendetwas, aber das könnte man meist auch im Internet recherchieren. Richtig positiv für uns als Familie war das Kinderland, in dem die Kinder sich sehr wohl gefühlt haben.
Quelle: bin selbst da gewesen
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